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Ab wann Buggy? Woran du merkst, dass dein Kind bereit für den Sitz ist

12. Oktober 20266 Min. LesezeitMOON Redaktion
Zwei MOON Kinderwagen mit Sportsitz, einer mit Blick nach vorn, einer zur schiebenden Person
Kapitel

Dein Baby stemmt sich in der Wanne hoch und reckt den Kopf über den Rand, weil dort draußen so viel passiert. Ab wann Buggy oder Sportsitz? Sobald dein Kind eigenständig sitzen kann, vorher gehört es in eine flache Liegeposition, also in die Babywanne.

Wann es so weit ist, ist von Kind zu Kind sehr verschieden. Dieser Ratgeber erklärt, worin sich Babywanne, Sportwagenaufsatz und Buggy unterscheiden, woran du den richtigen Moment erkennst und warum eine Liegefunktion auch danach wichtig bleibt.

Babywanne, Sportsitz oder Buggy: was zu welchem Alter passt

Ein Kombi-Kinderwagen bringt zwei Aufsätze mit: die Babywanne für die ersten Monate und den Sportsitz für später. Stiftung Warentest beschreibt den Ablauf so: Das Baby fährt zunächst in der Liegewanne und steigt in die Sitzeinheit um, sobald es selbstständig sitzen kann.

Ein Buggy dagegen ist ein eigener Wagen nur mit Sitz, ohne Babywanne. Er ist für Kinder gedacht, die schon sitzen können. Der MOON HYPE etwa ist laut Produktseite erst ab mindestens sechs Monaten zugelassen, und auch dann nur, wenn das Kind eigenständig sitzen kann.

Welche Bauart zu deinem Alltag passt, vergleicht unser Ratgeber zu den Kinderwagen-Typen. Hier geht es um die Frage, wann der Wechsel ansteht.

Im Sportwagen am Kinderwagen schaut dein Kind mit dir in die Welt

Endlich mittendrin statt nur dabei.

Mit Sportwagen ist beim Kinderwagen meist der Sitzaufsatz eines Kombimodells gemeint. Er ersetzt die Babywanne auf demselben Gestell. Beim GIO Fold, CIAO Fold und STYLO lässt er sich in beide Fahrtrichtungen aufsetzen, sodass dein Kind dich ansieht oder nach vorn in die Welt schaut.

Bei den MOON Kombi-Kinderwagen trägt der Sportsitz Kinder bis 22 kg. Beim CIAO Fold lässt sich seine Rückenlehne vom aufrechten Sitzen bis zur Liegeposition verstellen, und Babywanne und Sportsitz setzt du ohne Adapter in der Höhe um. Der STYLO hat ebenfalls einen umsetzbaren Sportsitz, seine Babywanne wächst über einen Höhenadapter mit deinem Baby mit.

Wenn du noch vor der Wahl des Wagens stehst, lohnt sich deshalb ein Kombimodell, bei dem beide Aufsätze aufeinander abgestimmt sind.

Ab wann Buggy: Das freie Sitzen zeigt dir den richtigen Moment

Du kennst dein Kind am besten.

Entscheidend ist nicht der Kalender, sondern das freie Sitzen. Die Weltgesundheitsorganisation beschreibt es so: Das Kind sitzt mindestens zehn Sekunden aufrecht, den Kopf gerade, und braucht weder Arme noch Hände, um sich abzustützen oder das Gleichgewicht zu halten.

Wann ein Kind so weit ist, ist sehr unterschiedlich. Die meisten Kinder sitzen irgendwann zwischen dem vierten und dem zehnten Lebensmonat frei. kindergesundheit-info.de betont, dass es dabei von Kind zu Kind große Unterschiede gibt. Ein Kind, das mit sieben Monaten noch nicht frei sitzt, ist deshalb nicht spät dran.

Nicht das Alter entscheidet über den Wechsel, sondern ob dein Kind sicher allein sitzt.

Wenn du unsicher bist, sprich bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung deine Kinderärztin oder deinen Kinderarzt darauf an.

Wenn die Babywanne zu klein wird, bevor dein Kind sitzt

Manchmal passt die Wanne nicht mehr, obwohl dein Kind noch nicht frei sitzt. Stiftung Warentest fand in ihren Kinderwagentests etliche Modelle, bei denen die Babywanne schon nach wenigen Monaten zu klein ist, und auch kindergesundheit-info.de weist darauf hin, dass die Liegeteile mancher Kombimodelle eng ausfallen.

Achte deshalb auch auf das zulässige Gewicht. Die Babywanne der MOON Kinderwagen ist für Kinder bis 9 kg ausgelegt. Ob der Sportsitz in flacher Stellung schon vor dem freien Sitzen genutzt werden darf, steht in der Bedienungsanleitung deines Modells. Halte dich an diese Angabe, auch wenn dein Kind ungeduldig wird.

Mit einem Buggy mit Liegefunktion kann dein Kind unterwegs schlafen

Einschlafen, wo es gerade schön ist.

Ein Buggy mit Liegefunktion lässt sich so weit absenken, dass dein Kind darin liegen kann. Auch ein Kind, das längst sicher sitzt, schläft unterwegs ein, beim Stadtbummel, auf dem Heimweg vom Spielplatz oder im Urlaub. Dann ist eine Rückenlehne, die sich weit zurückstellen lässt, deutlich angenehmer als ein Sitz, der nur aufrecht geht.

Achte beim Ausprobieren darauf, wie weit sich die Lehne wirklich absenken lässt und ob das mit einer Hand geht, während dein Kind schläft. Der MOON HYPE hat eine 180° Schlafposition mit horizontal verstellbarer Rückenlehne und mehrere Sitz- und Liegepositionen. Gefaltet misst er 65 x 48 x 26 cm und lässt sich mit Sportsitz in beide Fahrtrichtungen falten.

Beim Kombi-Kinderwagen bringt der Sportsitz die Liegefunktion mit. Beim GIO Fold und beim RESEA Fold passen sich laut Produktseite mehrere Liege- und Sitzpositionen an, aufrecht zum Sitzen und angenehm zum Schlafen. Beim STYLO nennt die Produktseite eine verstellbare Rückenlehne, die in der Höhe mitwächst. Wie weit eine Lehne zurückgeht, probierst du am besten selbst beim Händler aus, am liebsten mit deinem Kind.

Wenn der Buggy vor allem auf Reisen dabei sein soll, hilft dir unser Reisebuggy-Guide bei Faltmaß und Gewicht.

Sobald dein Kind sitzt, wird es angeschnallt

Mit dem Wechsel in den Sitz kommt der Gurt. kindergesundheit-info.de und die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder raten übereinstimmend, dein Kind beim Sitzen im Wagen immer anzuschnallen. Auch die MOON Sicherheitshinweise sagen: Sobald das Kind selbstständig sitzen kann, wird der Sicherheitsgurt verwendet, und zwar immer.

Die MOON Kinderwagen haben dafür ein 5-Punkt-Gurtsystem. Beim CIAO Fold hält er dein Kind laut Produktseite bei jeder Fahrt sicher in Position, beim HYPE öffnest du den Verschluss einhändig. Zieh die Gurte so eng, dass dein Kind nicht herausrutschen kann, und prüfe das nach jedem Wachstumsschub.

Ebenso wichtig: Stell die Bremse fest, bevor du dein Kind hineinsetzt oder herausnimmst. Das gehört bei MOON zu den Sicherheitshinweisen, und kindergesundheit-info.de rät dazu, den Wagen immer mit der Bremse zu sichern.

So gelingt der Umstieg in den Sitz ohne Tränen

Manche Kinder lieben den neuen Ausblick vom ersten Tag an, andere vermissen die Höhle der Wanne. Fang mit kurzen Wegen an, bei denen ohnehin viel zu sehen ist, und stell die Lehne anfangs etwas zurück. Achte auch darauf, dass die Füße Halt finden: Beim GIO Fold und beim RESEA Fold gibt es dafür eine kantenfreie Fußstütze am Sportsitz. Bei einem umsetzbaren Sitz kann dein Kind dich zunächst anschauen, später schaut es nach vorn.

Gerade in der Übergangszeit tut es gut, wenn dein Kind dich beim Fahren sehen kann. Mehr zum Alltag in dieser Phase findest du in unseren Ratgebern zum passenden Kinderwagen und zum Kinderwagen im Gelände.

Häufige Fragen zum Wechsel in den Buggy

Ab wann darf ein Baby in den Buggy?

Sobald es eigenständig sitzen kann. Wann das so weit ist, ist sehr verschieden, die meisten Kinder sitzen zwischen dem vierten und dem zehnten Lebensmonat frei. Achte zusätzlich auf die Zulassung laut Hersteller: Der MOON HYPE etwa ist erst ab mindestens sechs Monaten zugelassen.

Ab wann vom Kinderwagen in den Sportsitz?

Wenn dein Kind frei sitzen kann, also aufrecht und ohne sich mit den Händen abzustützen. Bis dahin gehört es in die flache Babywanne.

Braucht ein Buggy eine Liegefunktion?

Für den Alltag ist sie sehr praktisch, weil Kinder auch im Sitzalter unterwegs einschlafen. Mit einer weit absenkbaren Rückenlehne liegt dein Kind dann bequemer als in einem aufrechten Sitz.

Was ist der Unterschied zwischen Sportwagen und Buggy?

Der Sportwagen ist der Sitzaufsatz eines Kombi-Kinderwagens und kommt auf dasselbe Gestell wie die Babywanne. Ein Buggy ist ein eigener Wagen nur mit Sitz und ohne Babywanne.

Muss mein Kind im Buggy angeschnallt sein?

Ja, immer, sobald es im Sitz fährt. Das raten kindergesundheit-info.de und die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder, und es steht auch in den MOON Sicherheitshinweisen.

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