Kapitel
Die Mittagssonne steht hoch, auf dem Spielplatz ist der letzte Schattenplatz besetzt, und dein Baby ist gerade im Wagen eingeschlafen. Beim Sonnenschutz am Kinderwagen geht es um zwei Dinge zugleich: Dein Baby soll keine direkte Sonne abbekommen, und unter dem Schatten darf sich keine Hitze stauen. Beides gelingt mit Verdeck, Sonnensegel und der richtigen Uhrzeit, nicht mit einem Tuch über dem Wagen.
Hier liest du, wozu Fachstellen raten, welche Kleidung im Sommer hilft und wann Sonnencreme für dein Kind überhaupt infrage kommt.
Im ersten Jahr gehört dein Baby in den Schatten
Gut aufgehoben, auch an hellen Tagen.
Babyhaut ist besonders empfindlich gegenüber Sonne. Das Bundesamt für Strahlenschutz und kindergesundheit-info.de, das Portal des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, raten deshalb übereinstimmend: Im ersten Lebensjahr gehört dein Baby nicht in die pralle Sonne. Gemeint ist nicht erst der Sonnenbrand, sondern jede direkte Sonne auf der Haut.
Dazu kommt die Wärme. Babys können ihre Temperatur noch nicht so gut über das Schwitzen ausgleichen wie Erwachsene. Ein schattiger Platz schützt also vor zwei Dingen auf einmal: vor UV-Strahlung und vor Überhitzung.
Sonnenschutz am Kinderwagen: warum ein Tuch die falsche Lösung ist
Es wirkt naheliegend: ein Mulltuch über den Wagen, und die Sonne ist weg. Genau davor warnen Kinderärztinnen und Gesundheitsbehörden. Unter einem Tuch, das den ganzen Wagen abdeckt, kann die Luft nicht mehr zirkulieren, und die Wärme staut sich. Das österreichische Gesundheitsportal gesundheit.gv.at rät ausdrücklich davon ab, und eine Kinderärztin des Klinikums Rohrbach vergleicht den abgedeckten Wagen mit einer Thermoskanne.
Schatten ja, aber die Luft muss weiter durch den Wagen ziehen können.
Beide Quellen nennen dieselben Alternativen: einen Sonnenschirm, der am Wagen befestigt ist, oder ein Sonnensegel. So bekommt dein Baby Schatten, und die Luft zirkuliert weiter.
Auch das Regenverdeck nimmst du an sonnigen Tagen ab. Es schließt den Wagen rundum, und kindergesundheit-info.de empfiehlt den Wetterschutz nur bei kräftigem Wind und Regen, weil eine leichte Luftbewegung deinem Baby guttut.
Verdeck und Sonnensegel: Schatten, der zum Wagen gehört
Geborgen im Schatten, mit Blick nach draußen.
Dein erster Sonnenschutz sitzt schon am Wagen: das Verdeck. Zieh es so weit vor, dass die Sonne auch von der Seite nicht auf dein Baby fällt, und stell den Wagen beim Anhalten so, dass das Verdeck zur Sonne zeigt. Beim GIO Fold und beim RESEA Fold ist das Sonnenverdeck an Babywanne und Sportsitz extra groß und schützt laut Produktseite vor Sonne und UV-Strahlen. Drei Klima- und Panoramafenster an der Babywanne sorgen dabei für Luftzirkulation.
Beim RESEA Fold kannst du an warmen Tagen außerdem die Abdeckung der Babywanne vollständig abnehmen. Wann immer du stehen bleibst, gehört der Wagen in den Schatten, auch wenn das Verdeck geschlossen ist. Das empfiehlt kindergesundheit-info.de ausdrücklich für Sonnentage.
Sitzt dein Kind schon im Sportsitz oder steht die Sonne tief, reicht das Verdeck allein oft nicht mehr. Dann spendet ein Sonnensegel zusätzlich Schatten. Das MOON Sonnensegel passt auf alle MOON Buggys und auf die Sportsitze der Kombi-Kinderwagen, und sein atmungsaktives Material lässt Luft durch.
Mittagssonne meiden: wann dein Spaziergang am angenehmsten ist
Der einfachste Schutz ist die Uhrzeit. Um die Mittagszeit wirkt die UV-Strahlung am stärksten. Das Bundesamt für Strahlenschutz rät, ab einem UV-Index von 3 mittags den Schatten aufzusuchen, und auch kindergesundheit-info.de hält ab diesem Wert Sonnenschutz für nötig. Den aktuellen UV-Index und eine Vorhersage veröffentlicht das Bundesamt für Strahlenschutz auf seiner Website.
Plane die längere Runde mit deinem Baby an heißen Tagen deshalb für den Vormittag oder den Abend. Wie du die ersten Ausfahrten insgesamt angehst, liest du im Ratgeber zum ersten Spaziergang mit Baby.
Leichte, helle Kleidung und ein Hut schützen dein Baby im Sommer
Leicht eingepackt und gut beschützt.
Nach dem Schatten ist die Kleidung der wichtigste Schutz. Luftige, nicht zu enge Sachen lassen die Wärme vom Körper weg, und helle Farben heizen sich weniger auf als dunkle. Baumwolle und andere atmungsaktive Stoffe eignen sich gut.
Auf den Kopf gehört ein Hut oder eine Mütze mit Schirm und Nackenschutz, denn Gesicht, Nacken und Ohren sind besonders empfindlich. Bei Stoffen gilt: Je dichter gewebt, desto mehr UV-Strahlung hält er ab. Kleidung mit geprüftem UV-Schutz erkennst du zum Beispiel am Kennzeichen UV-Standard 801.
Was sonst noch in den Sommerschrank gehört, steht in unserem Ratgeber zur Erstausstattung für Winter und Sommer.
Im ersten Jahr schützt du dein Baby ohne Sonnencreme
Viele Eltern denken im Sommer zuerst an Sonnencreme. Für Babys im ersten Lebensjahr raten das Bundesamt für Strahlenschutz und kindergesundheit-info.de davon ab, Sonnencreme zu verwenden. Schatten und Kleidung übernehmen in dieser Zeit den Schutz.
Ist dein Kind älter, cremst du die Hautstellen ein, die die Kleidung frei lässt, etwa Gesicht, Hände und Fußrücken. Beide Stellen empfehlen dafür einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Welches Mittel zu deinem Kind passt, besprichst du am besten mit deiner Kinderarztpraxis. Wichtig bleibt: Auch eingecremt gehört dein Kind nicht stundenlang in die pralle Sonne.
Bei Hitze bietest du deinem Baby öfter etwas zu trinken an
Bei großer Hitze verliert dein Baby mehr Flüssigkeit. Gestillte Babys legst du dann häufiger an, und Babys, die mit der Flasche gefüttert werden, bekommen sie öfter angeboten. Wer stillt, sollte selbst mehr trinken. So empfehlen es kindergesundheit-info.de und das österreichische Gesundheitsportal.
Für dich heißt das: Pack für jeden Sommerausflug genug zu trinken ein, auch für dich selbst. Was sonst in die Tasche gehört, zeigt unsere Liste Was gehört in die Wickeltasche.
An Sommerabenden hält ein feines Netz die Mücken aus der Babywanne fern
Ruhig schlafen, auch wenn draußen alles summt.
Wenn die Hitze am Abend nachlässt, kommen die Mücken. Für die Runde durch den Park oder den Mittagsschlaf im Garten lohnt sich deshalb ein Insektenschutz für die Babywanne. kindergesundheit-info.de rät ausdrücklich dazu, wenn der Wagen im Garten, auf dem Balkon oder auf der Terrasse steht. Der MOON Insektenschutz ist passgenau für die Babywannen der MOON Kinderwagen gemacht und hält laut Produktseite Mücken fern, ohne die Luftzirkulation zu beeinträchtigen.
Wenn deinem Baby zu warm wird: Zeichen erkennen und schnell handeln
Behalte dein Baby an heißen Tagen im Blick. Wird es ungewohnt matt oder schläfrig, oder bekommt es plötzlich Fieber, bring es sofort an einen kühlen, schattigen Ort. Feuchte, lauwarme Tücher kühlen sanft. Im Zweifel rufst du deine Kinderarztpraxis an, im Notfall die 112.
Und eine Regel gilt ohne Ausnahme: Lass dein Kind im Sommer nie allein im Auto, auch nicht für einen Moment. Das Auto heizt sich schnell auf, darauf weisen kindergesundheit-info.de und das österreichische Gesundheitsportal gleichermaßen hin. So bleibt der Sommer, was er sein soll: viele gemeinsame Stunden draußen, gut geschützt im Schatten.
Häufige Fragen zum Sonnenschutz am Kinderwagen
Ab wann darf ein Baby in die Sonne?
Im ersten Lebensjahr gar nicht in die direkte Sonne, raten das Bundesamt für Strahlenschutz und kindergesundheit-info.de. Auch danach braucht dein Kind konsequenten Schutz durch Schatten, Kleidung und Kopfbedeckung.
Darf man ein Tuch über den Kinderwagen hängen?
Nein. Unter einem Tuch, das den ganzen Wagen abdeckt, kann die Luft nicht zirkulieren, und die Hitze staut sich. Besser sind ein Sonnenschirm am Gestell oder ein Sonnensegel.
Ab wann darf man ein Baby mit Sonnencreme eincremen?
Im ersten Lebensjahr raten das Bundesamt für Strahlenschutz und kindergesundheit-info.de von Sonnencreme ab. Bei älteren Kindern kommt sie auf unbedeckte Hautstellen, mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30.
Wie schütze ich mein Baby im Kinderwagen vor der Sonne?
Mit weit vorgezogenem Verdeck, einem Sonnensegel oder Schirm am Wagen, leichter, heller Kleidung mit Kopfbedeckung und einem Spaziergang außerhalb der Mittagszeit. Wenn du anhältst, stell den Wagen in den Schatten.
Was ziehe ich meinem Baby im Sommer im Kinderwagen an?
Luftige, nicht zu enge Kleidung in hellen Farben, am besten aus atmungsaktivem Stoff wie Baumwolle, dazu einen Hut mit Schirm und Nackenschutz.






