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Baby-Erstausstattung: die Checkliste, mit der du nur kaufst, was dein Baby wirklich braucht

20. Juli 20267 Min. LesezeitMOON Redaktion
Schwangere Frau steht in einem hellen Wohnzimmer, eine Hand am Bauch
Kapitel

Abends auf dem Sofa, die Einkaufsliste auf dem Handy, und mit jeder Seite, die du dazu liest, wird sie länger. Vor der Geburt fühlt sich die Baby-Erstausstattung oft an wie eine endlose Liste. Dabei braucht ein Neugeborenes in den ersten Wochen viel weniger, als die meisten Listen vermuten lassen.

Diese Checkliste geht Bereich für Bereich durch, was wirklich bereitliegen sollte, wenn dein Baby kommt: etwas Kleidung, einen sicheren Schlafplatz, Sachen zum Wickeln und Pflegen, Ausstattung fürs Stillen oder Füttern und für unterwegs einen Kinderwagen samt Babyschale. Vieles Weitere kann in Ruhe nachkommen.

Wie viel braucht ein Neugeborenes wirklich?

Am meisten braucht dein Baby dich.

Weniger, als die meisten Listen vermuten lassen. In den ersten Lebenswochen braucht ein Baby vor allem Nähe, Wärme und ein paar praktische Grundlagen. Ein eigenes, voll eingerichtetes Kinderzimmer gehört ausdrücklich nicht dazu: Nachts schläft ein Neugeborenes am sichersten im Schlafzimmer der Eltern, zum Beispiel in einem Beistellbett.

Für den Anfang reicht eine Grundausstattung, der Rest kommt nach Bedarf.

Kleidung wächst schnell aus, Vorlieben zeigen sich erst mit der Zeit, und vieles lässt sich problemlos nachkaufen oder gebraucht besorgen. Genau deshalb lohnt es sich, mit einer Grundausstattung zu starten.

Diese Checkliste sortiert die Baby-Erstausstattung nach Bereichen

Die folgenden Mengen sind Richtwerte für den Start. Die Empfehlungen unterscheiden sich je nach Quelle leicht, nimm sie als Orientierung, nicht als starre Vorgabe.

Kleidung (Größe 50/56, schnell in 56/62):

  • ca. 5 bis 8 Bodys, 3 bis 6 Strampler
  • 2 bis 4 Schlafanzüge, 2 bis 3 Jäckchen
  • 2 bis 3 Paar Söckchen, 1 bis 2 Mützchen
  • mehrere Spucktücher (je nach Quelle 5 bis 20)
  • je nach Jahreszeit: Jacke oder Schneeanzug, warme Schuhe, Handschuhe

Schlafen (ein Schlafsack ist sicherer als eine Decke, Decken und Kissen gehören im ersten Jahr nicht ins Bett):

  • Beistellbett oder Babybett mit fester, atmungsaktiver Matratze
  • 1 bis 2 Babyschlafsäcke passend zur Jahreszeit
  • Spannbetttücher

Wickeln und Pflege (ein Baby braucht am Tag mindestens sechs bis acht frische Windeln):

  • 1 bis 3 Pakete Windeln in Größe 1, Wickelauflage, Feuchttücher
  • Wundschutzcreme, Fieberthermometer, Babynagelschere
  • Badewanne oder Badeeimer, Badethermometer, weiche Handtücher

Stillen und Füttern:

  • Still-BH (eine Nummer größer kaufen) und Stilleinlagen
  • Stillkissen (optional, aber praktisch)
  • bei Flaschenernährung: 3 bis 6 Fläschchen mit Saugern Größe 1, Flaschenbürste

Unterwegs:

  • ein Kinderwagen, für Neugeborene mit Liegefunktion oder Babywanne
  • eine Babyschale fürs Auto, die für die erste Autofahrt sogar gesetzlich vorgeschrieben ist

Alle MOON Kombi-Kinderwagen gibt es auch als Set mit der Babyschale LOLA, geprüft nach i-Size und ECE R 129. So passen Wagen und Schale von Anfang an zusammen. Einen Überblick findest du in der Kinderwagen-Übersicht.

Elternhände halten die Füße eines Babys über einer Strickdecke
Mit einer Grundausstattung starten und in Ruhe ergänzen.

Babykleidung für die Erstausstattung: welche Größe und welcher Schnitt passen

Bei der Babykleidung entscheidet der Schnitt mehr als die Menge. Wickelbodys ziehst du an, ohne sie über den Kopf zu streifen, und ein Umschlagausschnitt geht leichter über den Kopf als ein enger Kragen. Strampler mit Druckknöpfen an den Beinen machen das Wickeln in der Nacht einfacher, weil du nicht alles ausziehen musst.

Wie lange dein Baby in Größe 50/56 passt, weißt du erst nach der Geburt. Kauf in dieser Größe deshalb nur die Grundmenge und leg ein paar Teile in 62 dazu. Wenn Familie und Freunde fragen, was sie schenken können, ist Kleidung in 62 oder 68 oft hilfreicher als noch ein Strampler in der kleinsten Größe.

Kinderwagen und Babyschale rechtzeitig planen

Die meisten Teile der Erstausstattung lassen sich kurzfristig besorgen. Bei zwei Anschaffungen lohnt sich der Vorlauf: Kinderwagen und Babyschale. Beide begleiten dich über Monate, beide sind eine Frage von Sicherheit und Komfort, und beide profitieren von einer ruhigen Entscheidung statt einem Kauf in letzter Minute.

Für Neugeborene sollte der Kinderwagen eine flache Liegeposition bieten, entweder durch eine Babywanne oder eine vollständig absenkbare Liegefläche. Achte außerdem auf Gewicht, Faltmaß und darauf, wie leicht sich der Wagen schieben und verstauen lässt. Wer Wagen und Schale als abgestimmtes Set wählt, spart sich die Suche nach passenden Adaptern. Welche Bauarten es gibt, zeigt der Beitrag Kinderwagen-Typen im Vergleich, bei der Auswahl hilft Welcher Kinderwagen passt zu uns?.

Winter- oder Sommerbaby?

Die Grundausstattung bleibt gleich, nur bei der Kleidung lohnt sich der Blick auf die Jahreszeit. Ein Winterbaby braucht zusätzlich einen warmen Overall, Mütze und Handschuhe sowie einen Fußsack für den Kinderwagen; im Auto gelingt es sicherer mit dünnen Schichten statt dicker Jacke unter dem Gurt. Bei einem Sommerbaby stehen leichte Baumwollsachen, ein Sonnenhut und Sonnenschutz für unterwegs im Vordergrund.

Baden und Pflegen: was in den ersten Wochen reicht

Ein ruhiger Moment für dich und dein Baby.

Für die Pflege genügen wenige Dinge: eine Babywanne oder ein Badeeimer, ein Badethermometer, weiche Handtücher und ein paar Waschlappen. Täglich baden musst du dein Baby nicht, darin sind sich kindergesundheit-info.de und die Barmer einig.

Wenn du badest, füllst du die Wanne etwa zur Hälfte. Das Wasser soll körperwarm sein, 36 bis 37 Grad, und das prüfst du mit dem Badethermometer, bevor dein Baby hineinkommt. Lass dabei kein heißes Wasser nachlaufen, solange dein Baby in der Wanne liegt.

Neben der Ausstattung gehört die Hebamme früh auf den Plan

Eine Hebamme für die Zeit nach der Geburt suchst du am besten schon früh in der Schwangerschaft. Für gesetzlich Versicherte übernimmt die Krankenkasse die Kosten der Hebammenbetreuung.

Nach der Geburt begleitet dich die Hebamme durch die ersten Wochen. Viele Fragen zu Stillen, Wickeln oder Pflege lassen sich dann im Gespräch klären statt im Laden, und manches von der Liste brauchst du vielleicht gar nicht. Wie diese Zeit aussehen kann, beschreibt Wochenbett: die erste Zeit.

Erst Kinderwagen und Babyschale, dann Kleidung: so planst du die Einkäufe ohne Eile

Kinderwagen und Babyschale zuerst, weil Beratung und Lieferzeit Vorlauf brauchen. Danach Kleidung, Schlafplatz und Wickelsachen im letzten Schwangerschaftsdrittel. Die Kliniktasche stellst du etwa vier Wochen vor dem errechneten Termin bereit, eine Packliste dafür steht in Kliniktasche packen.

Wer lieber abhakt als liest, findet dieselben Punkte kompakt in der Erstausstattungs-Liste zum Abhaken. Was sich je nach Geburtsmonat ändert, klärt Winter- oder Sommerbaby.

Was kostet die Baby-Erstausstattung, und wer hilft?

Eine feste Summe lässt sich nicht nennen, die Kosten hängen davon ab, was neu, gebraucht oder geliehen ist. Kleidung, Babybett und Stillkissen bekommt man oft gut gebraucht. Bei Kinderwagen und Babyschale lohnt es sich dagegen, in Ruhe auszuwählen, weil beide dich lange begleiten.

Wer Leistungen vom Jobcenter bezieht, muss die Erstausstattung nicht aus dem Regelbedarf bezahlen. Erstausstattungen bei Schwangerschaft und Geburt sind nach § 24 Absatz 3 SGB II eine gesonderte Leistung, die als Sachleistung oder Geld erbracht wird, auch in Form von Pauschalen.

Bist du in einer finanziellen Notlage, kann auch die Bundesstiftung Mutter und Kind helfen, unter anderem bei der Erstausstattung. Den Antrag stellst du in einer Schwangerschaftsberatungsstelle vor Ort, dort wird auch geprüft, welche Hilfe in Frage kommt.

Was kann getrost warten?

Nicht alles muss zur Geburt bereitstehen. Vieles zeigt sich erst im Alltag, und manches brauchst du vielleicht gar nicht. In Ruhe nachkaufen kannst du zum Beispiel:

  • Spielzeug und Mobile
  • Beikost-Zubehör (wird erst mit etwa einem halben Jahr relevant)
  • das voll eingerichtete Kinderzimmer
  • Zusatz-Ausstattung wie Babyphone oder Nachtlicht

So sparst du Geld, Platz und Nerven und hast mehr Ruhe für die ersten Wochen mit deinem Baby.

Häufige Fragen zur Baby-Erstausstattung

Was braucht man wirklich für die Baby-Erstausstattung?

Für die ersten Wochen reicht wenig: etwas Kleidung in Größe 50/56, ein sicherer Schlafplatz mit Schlafsack, Wickel- und Pflegesachen, Ausstattung fürs Stillen oder Füttern sowie Kinderwagen und Babyschale. Vieles andere kann in Ruhe nachkommen.

In welcher Schwangerschaftswoche kauft man die Erstausstattung?

Viele Eltern besorgen die Grundausstattung im letzten Schwangerschaftsdrittel. Kinderwagen und Babyschale planst du am besten früh, weil hier Beratung und Lieferzeit eine Rolle spielen.

Wie teuer ist eine komplette Baby-Erstausstattung?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, die Kosten hängen stark davon ab, was neu, gebraucht oder geliehen wird. Wer mit den Basics startet und Größeres wie Kinderwagen und Babyschale bewusst auswählt, behält die Ausgaben gut im Griff.

Wie viel Geld bekommt man für die Erstausstattung fürs Baby?

Einen Betrag für alle gibt es nicht. Wer Leistungen vom Jobcenter bezieht, bekommt die Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt dort gesondert, als Sachleistung oder Geld, auch als Pauschale. In einer finanziellen Notlage kann zusätzlich die Bundesstiftung Mutter und Kind helfen, beantragt wird das über eine Schwangerschaftsberatungsstelle.

Wie oft muss man ein Neugeborenes baden?

Täglich baden ist nicht nötig. Wenn du badest, soll das Wasser körperwarm sein, 36 bis 37 Grad, gemessen mit einem Badethermometer.

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